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03.08.2006 - BaFin schließt Bankhaus Reithinger

Die Bafin stützt ihre Entscheidung darauf, dass das Geldhaus „Teil eines unübersichtlichen Unternehmensgeflechtes“ sei; dort habe „Mangel an wirtschaftlicher Transparenz geherrscht“. Das Bankhaus fiel insbesondere seit geraumer Zeit durch ominöse Seilschaften mit zweifelhaften Strukturvertrieben, wie der Futura Finanz AG aus Hof auf. Zuletzt sollten die Kunden und Anleger des Bankhauses auf Empfehlung der Vermittler hin, Ihre Einzahlung in den insolventen Vermögensbildungsfonds I auf Sparpläne des Bankhauses mit exorbitanten Provisionen umstellen. Anlegerschützer warnten bereits frühzeitig vor dem Bankhaus. Besondere Brisanz erhält die Angelegenheit jedoch dadurch, dass das Bankhaus Reithinger nicht Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken (BdB) ist. Einlagen sind nur über die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) und damit in weit geringerem Umfang als bei den meisten anderen deutschen Bankhäusern abgesichert. Das bedeutet im Klartext, dass sämtliche bei der Bank einbezahlten Gelder nur bis zu einer Höhe von € 20.000,- versichert sind. Ein Schaden in Millionenhöhe ist zu erwarten. "Betroffene Kunden und Anleger sollten so schnell als möglich anwaltlichen Rat einholen, um nicht weiteren Schaden zu erleiden."