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15.09.2005 - Emittent von Knock-Out Zertifikaten haftet

Der Emittent von Knock- out Zertifikaten auf Aktien haftet dem Anleger auf Schadensersatz, wenn dieser kurz vor Erreichen der Knock out Schwelle vergeblich versucht, per Direkthandel seine Papiere zu verkaufen. Der von Bögelein & Dr. Axmann vertretene Anleger hatte kurz vor Erreichen der Knock Out Schwelle eines Puma Zertifikates versucht, über das Live Trading System der comdirect Bank seine Papiere zu verkaufen. Die Freigabe des Verkaufsauftrag wurde jedoch mit der Meldung "zur Zeit kein Handel möglich" verhindert, so daß die Papiere wenige Minuten später die Knock out Schwelle überschritten und nahezu wertlos wurden. Die in Anspruch genommen Bank erklärte sich bereits außergerichtlich bereit, Schadensersatz in Höhe von knapp 80% der Klagesumme zu leisten. "Dabei spielte es auch keine Rolle, dass zur gleichen Zeit an der Börse Stuttgart eine Verkauf der Papiere möglich gewesen wäre. Der Anleger muss sich auf die Funktionalität jedes Handelssystems zu jedem Zeitpunkt verlassen können. Ist dies nicht der Fall haftet der Emittent dem Anleger auf Schadensersatz", erläutert Rechtsanwalt M. Bögelein von Bögelein & Dr. Axmann Rechtsanwälten.